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VDB-Physiotherapieverband lehnt Berufskammer ab

Die Mitglieder des VDB-Physiotherapieverbandes, Physiotherapeuten/Krankengymnasten sowie Masseure und med. Bademeister, lehnen die Schaffung einer Kammer für ihre Berufsgruppen ab.

Die Verkammerung würde aus der Sicht der selbständigen Therapeuten als Zwangsjacke empfunden. Sie würde Zwangsmitgliedschaft, Beitragspflichten und unnötige bürokratische Belastungen bedeuten. Die etwa in Bayern 2011 angedachte gemeinsame Kammer für selbständige und angestellte Therapeuten und für angestellte Pflegekräfte würde zudem unterschiedliche Berufsgruppen unter ein Dach zwingen.

Den Mehrwert einer Kammer hat noch niemand überzeugend dargelegt. So bedarf es nicht der Sanktionierung beruflicher Verfehlungen durch eine Kammer. Bei der Arbeit der Therapeutinnen und Therapeuten steht der Patient stets im Mittelpunkt. Sie nehmen ihre umfangreichen beruflichen Pflichten, deren Missachtung auch heute schon gesetzlich sanktioniert wird, sehr ernst. Die Praxen und Einrichtungen sind ganz überwiegend zur Leistungserbringung für Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung zugelassen. Gesetze, Richtlinien und die Verträge mit den Gesetzlichen Krankenkassen über die Leistungserbringung sichern eine hohe Qualität der Behandlungen und sehen alle notwendigen Sanktionen zur Absicherung des hohen Niveaus vor. Zugleich bietet der VDB seinen Mitgliedern umfangreiche Fortbildungs- und Weiterqualifizierungsmaßnahmen sowie Qualitätssicherungsinstrumente an, die von den Berufsangehörigen gut angenommen werden.

Vor diesem Hintergrund bedarf es keiner weiteren bürokratischen Organisation. Sie könnte keinen Beitrag zur Sicherung der Qualität der Arbeit der Physiotherapeuten/Krankengymnasten sowie Masseure und med. Bademeister leisten, der über das hinausginge, was Rechtsvorschriften, Verträge und verbandliche Strukturen heute schon leisten.

Der VDB-Physiotherapieverband vertritt die Interessen der selbständigen und angestellten Therapeuten gegenüber der Politik und den gesetzlichen Krankenkassen sowie deren Verbänden.

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